Manuelle Medizin  -  Triggerpunktbehandlung

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Bedeutung von Triggerpunkten

Triggerpunkte sind kleine schmerzhafte knötchenförmige Verhärtungen in der Muskulatur, deren Durchblutung vermindert ist. Dadurch können sich Stoffwechselgifte und Entzündungsstoffe ansammeln, wodurch Schmerzen ausgelöst werden. Sie entstehen durch Bewegungsmangel, Über- oder Fehlbelastung (einseitige Belastungen), Haltungsstörungen, Fehlernährung oder zugrundeliegende andere Erkrankungen (z.B. einen Bandscheibenvorfall) entstehen. Zudem können Unfälle oder Verletzungen beim Sport, Erkrankungen wie etwa Arthrose oder auch Stress Auslöser von Triggerpunkten sein.

Triggerpunkte können an allen Muskeln des Körpers auftreten, sind jedoch besonders häufig im Nacken, Schulterblatt, an der Hüfte, im Gesäß und an den Waden zu finden. Der Druck auf einen Triggerpunkt ist in der Regel sehr schmerzhaft. Sie können ausstrahlende Schmerzen auslösen, die sich oft wie Nervenschmerzen anfühlen. So können z.B. Triggerpunkte im mittleren Gesäßmuskel – Glutaeus medialis “Ischias”-ähnliche Schmerzen auslösen, die bis ins Bein ausstrahlen. Bei akuten und chronischen Schmerzen sind sie sehr häufig zu finden.

Ziele der Behandlung von Triggerpunkten:

  • Schmerzlinderung

  • Auflösung der schmerzhaften Verhärtungen

  • Mehr Beweglichkeit

  • Vermeidung bzw. Auflösung von muskulären Blockaden

  • Präventiv zur Vorbeugung vor Haltungsfehler, muskuläre Dysbalancen oder Überbelastungen

 

Triggerpunkte sind gut zu ertasten und zu behandeln, so dass Schmerzen schnell gelindert werden können.

Die Triggerpunkttherapie ähnelt der manuellen Therapie und vollzieht gezielte Massagegriffe, bei denen der Therapeut Druck auf die Triggerpunkte ausübt, um die Muskelverkrampfungen zu entspannen, den Schmerzreiz zu lindern und die Durchblutung sowie die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung zu normalisieren. Nach einer gewissen Zeit verschwindet der Schmerzreiz, während sich das gesamte Bindegewebe wieder geschmeidiger anfühlt und der Triggerpunkt sich auflöst.

In meiner Praxis behandle ich Triggerpunkte und ihre zugrunde liegende Ursache. Im Anschluss an die Behandlung erhalten Sie als Patient eine individuell angepasste Anleitung zu Übungen, die sie selbständig zuhause durchführen können.

 

„When Muscles and Bones fight, Bones never win! – Wenn Muskeln und Knochen gegeneinander kämpfen, gewinnen nie die Knochen!“ – George Goodheart

Gehen Sie sorgsam mit Ihrer Muskulatur um, denn funktioniert Sie nicht, können Beschwerden in den Bändern, Sehen und Knochen entstehen und verschiedene Krankheitsbilder auslösen.

Mögliche Nebenwirkungen der Triggerpunktbehandlung

Allgemein hat eine Triggerpunkt-Therapie keine Nebenwirkungen, die ernsthafte Schäden am Organismus verursachen würden. Dennoch kann es bei einer Behandlung von Triggerpunkten zu einer Erstverschlimmerung kommen.

Unser Körper ist darauf eingestellt, wenn man Schmerzen in einem Bereich verspürt, diese durch Schonhaltung, Bewegungsmangel oder ähnliches aufzuheben. Der Körper gewöhnt sich daran und speichert ein negatives Muster ab. Versucht man die Ablagerungen unter der Haut aufzuheben, reagiert der Organismus erst einmal mit Abwehr, was sich möglicherweise als Erstverschlimmerung mit einer Verschlechterung der Problematik zeigt.

Häufig ist ein Schmerzreiz bzw. die Zunahme der Schmerzintensität der Triggerpunkte über ein bis zwei Tage innerhalb der behandelten Körperregionen denkbar. Dies wäre ein Zeichen dafür, dass der Organismus auf die Therapie reagiert und beginnt, die angesammelten Stoffwechselgifte abzubauen. Ruhe und Wärme können dazu beitragen, dass sich die Erstverschlimmerung schneller wieder auflöst.

 

Wenn eine Triggerpunkt-Therapie angewandt wird, könnte es auch zu einer Hämatombildung kommen. Dies verursacht die allseits bekannten bläulichen oder rot-blauen Flecken, die keine Seltenheit sind. Ruhe oder auch das Kühlen der Hämatome sind sinnvoll, damit sich die blauen Flecken schnell wieder zurückziehen.

 

Die Triggerpunkttherapie ist aus diesem Grund nicht für Menschen geeignet, die blutverdünnende Medikamente einnehmen. Bei ihnen besteht die Gefahr von Einblutungen ins Gewebe.

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„Der Triggerpunkt, wie er heute definiert wird, ist gewiss die häufigste Manifestation des Schmerzes im Bewegungssystem, wenn nicht im Organismus überhaupt. Trotzdem wird ihm bei weitem nicht die Aufmerksamkeit gewidmet, die seiner Bedeutung entspricht.“ - Prof. Karl Lewit