Immer wiederkehrende Symptome – Ursache stets unbekannt

 

Chronische Erkrankungen mit der Diagnose „Ursache unbekannt“ werden als Epidemie des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Dazu zählen v. a. Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto, Allergien, Morbus Crohn, Collitis ulcerosa oder Multiple Sklerose. Die Umwelt und vor allem auch chronische Entzündungen im eigenen Organismus spielen bei deren Entstehung eine große Rolle.

Auch für Dr. Dietrich Klinghardt ist diese Entwicklung der chronischen Erkrankungen alarmierend: „Vor hundert Jahren gab es nur zwei Hauptursachen für Erkrankungen: Mangelernährung und Infektionen. Häufig waren es die chronisch Fehlernährten, die die Infekte bekamen und dann eben an einer Lungenentzündung starben. Akute Infektionen als Todesursache sind in den westlichen Ländern eher selten geworden. Stattdessen siechen immer mehr gut gebildete und eigentlich vernünftig lebende Bürger langsam vor sich hin und der Tod kommt erst nach vielen Jahren.“

Insbesondere Zahnherde nehmen eine wichtige Rolle bei chronischen Erkrankungen ein. Wussten Sie das?

„Zähne und die assoziierten Kieferareale stellen zusammen mit den Tonsillen die häufigsten Herdlokalisationen dar. Bei sicher mehr als 50% aller chronisch Kranken ist u.a. eine zahnärztliche Herdsanierung indiziert.“ so Dr. Wolfgang Gerz. Auch Zähnärztin Dr. med. Carmen Kannengießer sieht es ähnlich wie Gerz. „Die Zahl der Patienten mit chronischen Krankheits- und Schmerzzuständen nimmt ständig zu. Eine Vielzahl von Symptomen tritt auf, „verwaschene Bilder“ entstehen. Sie entstehen aus einer Vielfalt von Faktoren, die zuerst das System der bindegewebigen Grundregulation stören und nachfolgend über funktionelle Störungen der Organe zur echten Pathologie führen.“

Mit Hilfe der Applied Kinesiology ist es möglich Zahnherde zu lokalisieren, die häufig durch standardisierte Zahn Diagnostik nicht gefunden werden. Ausnahmen sind 3D Röntgenbilder die sehr selten gemacht und von den Krankenkassen nicht bezahlt werden.

Einer der Vorreiter der biologischen Zahnmedizin ist Dr. Dominik Nischwitz, der auch das Buch „In aller Munde“ veröffentlichte und „Ganz unter dem Motto „Der Mund als Spiegel für die Gesundheit“ den „Zusammenhang zwischen den heute üblichen chronisch-systemischen Erkrankungen und Erkrankungen der Mundhöhle“ herstellt. Dr. Nischwitz sowie zahlreiche andere Autoren wie z.B. Kieferorthopäde Kurt Bertzbach oder Dr. Adolf Eckert-Möbius haben die „Streubreite" eines Zahnherdes und seine ursächliche Mit-Beteiligung am Entstehen der verschiedenartigsten Krankheitsbilder beschrieben. Ein Zahn wird durch Blut-, Nerven- und Lymphgefäße versorgt, ansonsten wäre der Zahn lediglich ein totes organisches Gewebe ohne Funktion. Auf Grund seiner Anatomie bietet der Zahn die perfekte „bösartige Höhle“ für (pathogene) Mikroorganismen. Herdgifte oder Bakterien werden so in den Organismus eingeschwemmt, wo sie überall ihre infektiösen, toxischen bzw. allergisierenden Eigenschaften entfalten können. Auch Wurzelfüllmaterialien oder Implantate können eine Unverträglichkeit und letztendlich einen Zahnherd darstellen. Genauso wie wurzelbehandelte Zähne, welche zu chronischen Erkrankungen führen können, da diese Zähne nicht mehr vom Nervensystem und Blutgefäßen versorgt werden und demzufolge als „toter“ potenzieller Zahnherd angesehen werden muss.

Ein Zahnherd verursacht allerdings nicht perse eine chronische Krankheit. Stellt der Zahnherd eine zu große Belastung für das Immunsystem dar und wird der Organismus durch weitere Faktoren wie Schwermetalle, Stress, Elektrosmog, falsche Ernährung, Nährstoffdefizite, etc. belastet, treten v.a. akute Symptome auf und die Erkrankung nimmt seinen (unbemerkten) chronischen Verlauf.   

Rosemarie Mieg, „war von ganzer Seele Zahnärztin“ und befasste sich schon in den 1960er Jahren mit dem Thema Herdforschung. „Voll und Kramer haben zusammen mit Mitarbeitern ein allgemeines Diagnoseschema entwickelt. Es ist auf dem Gebiet der Herdforschung das bedeutendste diagnostische Formblatt, ein Diagnosesuchblatt. Das Diagnoseblatt zeigt die Wechselbeziehungen der Zahn-Kiefer-Gebiete und des Organismus.“ So haben die Weisheitszähne u.a. einen Bezug zum Herzen oder Dünndarm oder die Eckzähne eine Beziehung zur Leber und Galle. Eine Kieferknochenentzündung (Schulmedizinisch- Kieferostitis - Nico) kann dabei z.B. eine Herzmuskelentzündung auslösen, wie es z.B. bei meinem Zwillingsbruder der Fall war.

Bekannte Zahnärzte wie Dr. med. Carmen Kannengießer, Dr. Rosemarie Mieg oder Dr. Nischwitz haben u.a. Praxisbeispiele (Zahn-Organbezug) in ihren Büchern oder auf ihren Homepages beschrieben.  Die ehemalige Zahnärztin Dr. Dorte Bredgaard fand empirisch heraus, dass es eine Verbindung der Emotion/ Gedanken zu unseren Zähnen gibt. So können permanente Zukunftsängste, der Verlust des Selbstwertgefühls/ Selbstachtung oder ständiger Zorn/ Wut/ Aggression die Zähne schädigen und akute Entzündungen u.a. Wurzelentzündungen bis hin zu chronischen Erkrankungen verursachen.

Ob Fehlernährung, Karies, pathogene Mikroorganismen (Thioäther, Mercaptane, etc.), eine Kieferknochenentzündung oder eine permanente emotionale Belastung, letztendlich können jede dieser genannten Ursachen akute oder (verstreckte) chronische Belastungen im Zahn oder in Zahnregionen auslösen und das Organ- sowie Hormonsystem schädigen.

Ich habe mich in meiner täglichen Arbeit auf die Herddiagnostik spezialisiert und bereits erfolgreich die eben genannten Ursachen diagnostiziert und therapiert. Ich stelle immer wieder fest, dass die Ursache fernab vom Symptom liegt. Für mich sind „komplexe“ Zusammenhänge und Wechselbeziehungen der Zähne zum Organ- und Hormonsystem Normalität geworden. Gerne stehe ich Ihnen als Ratgeber und Unterstützer bei Ihrem Heilungsprozess zur Seite.

Denken sie immer daran, „An jedem Zahn hängt immer auch ein ganzer Mensch“. 

Seien Sie lieb gegrüßt,

Ihr Stephan Wille

 

Literatur:

Dr. Wolfgang Gerz (2001), Lehrbuch der Applied Kinesiology in der naturheilkundlichen Praxis, AKSE Verlag

Dorte Bredgaard (2019), Zähne lügen nicht

Dr med. Ingrid Fonk (2011), Krankheit ist messbar, Wörthsee: AKSE Verlag

Dr. Rosemarie Mieg (2019), Krankheitsherd Zähne, AKSE Verlag und Stiftung Herdforschung 

Dr. med. M. Sc. Carmen Kannengießer (2009), Zahnmedizin ist Medizin – Zur Ganzheitlichkeit der Zahnmedizin, Wörthsee: AKSE Verlag

DNA Health&Aesthetics – Zentrum für Biologische Zahnmedizin (2016), Störfelder in der Mundhöhle, [online] https://www.dnaesthetics.de/2016/04/nico-stoerfelder-in-der-mundhoehle-biologische-zahnmedizin/  [05.08.2020]

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